Kapitalausstattung

Unsere notwendige Eigenkapitalausstattung bestimmt sich nach den Anforderungen unseres internen Kapitalmodells, den Solvenzvorschriften, den Annahmen der Ratingagenturen für unser Zielrating und den Erwartungen unserer Kunden und Aktionäre. Darüber hinaus halten wir Eigenmittelpuffer vor, um neue Geschäftschancen jederzeit wahrnehmen zu können. Das verfügbare Kapital der Hannover Rück ist 2016 weiter angestiegen; Gründe hierfür waren vorrangig das positive Netto-Konzernergebnis im zurückliegenden Geschäftsjahr sowie ein Anstieg der nicht ergebniswirksamen Eigenkapitalanteile, die aus unrealisierten Kurs- und Währungsgewinnen in den Kapitalanlagen stammen.

Die Hannover Rück ermittelt das benötigte Risikokapital als Value at Risk (VaR) der ökonomischen Wertveränderung über einen Zeitraum von einem Jahr zum Sicherheitsniveau 99,97 %. Dies entspricht dem Ziel, die einjährige Ruin-Wahrscheinlichkeit von 0,03 % nicht zu überschreiten. Damit liegt die interne Zielkapitalisierung der Hannover Rück-Gruppe deutlich über dem Sicherheitsniveau von 99,5 %, das Solvency II fordert. Die Solvenzquote gemäß Solvency II liegt zum 31. Dezember 2016 bei 230 %. Die Hannover Rück ist in jeder Risikokategorie gut diversifiziert und hat ein ausgewogenes Risikoprofil.

Kapitalkosten und Eigenkapitalrendite

Die Hannover Rück bedient sich diverser Eigenkapital-Substitute, um die Kapitalkosten zu optimieren. Wir nutzen nachrangige Schuldverschreibungen (Hybrid-Kapital), Retrozessionen und die Verbriefung von Rückversicherungsrisiken (Securitisations) im Kapitalmarkt. Dank des effizienten Kapitalmanagements gehören die gewichteten Kapitalkosten der Hannover Rück zu den niedrigsten, die Eigenkapitalrendite zu den besten der Branche: Die Durchschnittsrendite der letzten 10 Jahre liegt bei 14,6 %.

JahrIst in %
2007 23,1
2008 -4,1
2009 22,4
2010 18,2
2011 12,8
2012 15,4
2013 15,0
2014 14,7
2015 14,7
2016 13,7
Durchschnittsrendite 2007 - 2016 14,6

Kapitalanlagepolitik

Die Hannover Rück verfolgt trotz des anhaltenden Niedrigzins-Umfelds eine konservative, auf Risikodiversifizierung ausgelegte Anlagepolitik: 86 % der selbstverwalteten Kapitalanlagen sind in festverzinsliche Wertpapiere investiert, 5 % in Immobilien, 4 % in ein gut diversifiziertes Aktienportefeuille. Bei der Anlage des uns anvertrauten Kapitals beziehen wir Umwelt-, Sozial- und Governance-Kriterien, sogenannte "ESG-Kriterien", in unsere Anlagepolitik ein. Erfüllt eine Anlage die Kriterien nicht, sieht unsere Kapitalanlagepolitik vor, die Anlage abzustoßen.

Die Kapitalanlagepolitik der Hannover Rück orientiert sich unverändert an den folgenden zentralen Anlagegrundsätzen:

  • Generierung stabiler und risikoadäquater Erträge unter gleichzeitiger Wahrung eines hohen Qualitätsstandards des Portefeuilles
  • Gewährleistung der Liquidität und Zahlungsfähigkeit der Hannover Rück zu jeder Zeit
  • hohe Diversifizierung der Risiken
  • Begrenzung von Währungskurs- und Laufzeitrisiken durch kongruente Währungs- und Laufzeitbedeckung