... mit unserem Personalreferenten Marc-Oliver Dorn.

 

Welche Stationen waren in Ihrer Karriere besonders wichtig?

Grundlage meiner Karriere in der Versicherungsbranche war meine Tätigkeit beim HDI: Ich war für eine Position im Haftpflichtbereich vorgesehen. Aufgrund meiner Sprachkenntnisse bot man mir dann aber die juristische Betreuung einer Auslandsgesellschaft an. Durch diese Tätigkeit knüpfte ich viele Kontakte und kam letztlich zur Hannover Rück. Eine weitere große Veränderung brachte natürlich meine Position als Vorstandsvorsitzender mit sich.

Was war ein entscheidendes Ereignis in Ihrer Karriere?

Vielleicht weniger ein konkretes Ereignis als vielmehr meine Einstellung, mir nicht einfach nur eine Entscheidung von anderen abzuholen. Ich wollte lieber immer die Materie soweit verstehen, dass ich zu Ergebnissen komme, die letztlich meine Vorgesetzten nur noch bestätigen konnten. Durch diese auf Eigeninitiative beruhende Vorgehensweise habe ich vieles entwickelt, mitgestaltet und so meine Karriere vorangetrieben.

Welche Eigenschaften sollte eine Führungskraft Ihrer Meinung nach mitbringen?

Eine Führungskraft muss Interessen und Perspektiven von Mitarbeitern und Unternehmen miteinander verbinden, ohne die Unternehmensposition aus dem Blick zu verlieren. Konkret bedeutet dies, als Führungskraft nichts zu versprechen, was ich nicht halten kann, und realistisch einzuschätzen, was aus Unternehmenssicht möglich ist. Führungskräfte, die zu sehr die Mitarbeiterperspektive einnehmen und ggf. unbequeme Entscheidungen nicht selbst vertreten, verlieren ihre Glaubwürdigkeit.

Was fasziniert Sie am meisten an Ihrer Arbeit?

Die Gestaltungsmöglichkeiten. Schon als Bereichsleiter ändert sich die Rolle. Ich muss den Mitarbeitern die Chance geben, sich bei den Kunden einen Namen zu machen, und dabei selbst die Rolle eines Strategen einnehmen, der die Geschäftsbereiche weiterentwickelt, Größe und Profitabilität erhöht. In meiner Rolle als Vorstandsvorsitzender geht es jetzt um die Festlegung der Erfolgsparameter für das gesamte Unternehmen. Es ist vergleichbar mit der Rolle eines Fußballtrainers. Alle Entscheidungen, die zum Erfolg führen, sind abhängig vom Gesamtteam. Wichtig ist der richtige Spielplan, die Richtung vorzugeben und Rahmenbedingungen zu schaffen, um mit Interessenskonflikten umzugehen. Das ist sehr spannend, aber ohne die Unterstützung aller – Mitarbeiter, Führungskräfte und Vorstandskollegen – wäre unser Erfolg nicht möglich.

Haben Sie einen persönlichen Rat an die Absolventen?

Chancen erkennen und nutzen sowie mutig sein, neue Wege zu gehen und Gewohntes auch einmal loszulassen. Das bedeutet, auch bei Schwierigkeiten nicht aufzugeben. Es läuft nicht jederzeit alles gerade, aber Durchhaltevermögen zahlt sich immer aus.

Was macht die Hannover Rück zu einem Top-Arbeitgeber?

Unsere Mitarbeiter bekommen sehr viel Verantwortung übertragen und können durch Eigeninitiative ihre Aufgaben und die Geschäftsfelder weiterentwickeln. Erfolge sind daher bei uns persönlich erlebbar und finden nicht nur in der Bilanz statt.