Es kommt mir vor, als ob ich den letzten Bericht gerade erst abge­schickt habe, und dennoch steht bald die Abreise nach Deutsch­land bevor. Auf der Arbeit bringe ich begonnene Aufgaben zu Ende – einige habe ich bereits übergeben. Die letzten Wochen­enden hingegen habe ich damit verbracht, ein wenig das Land Korea außer­halb Seouls kennen­zulernen.

Fisch

Mit dem KTX, dem korea­nischen Hoch­geschwindigkeits­zug, bin ich für zwei Tage nach Busan gefahren. Busan liegt im Süd­osten an der Küste und ist mit fast vier Millionen Einwohnern nach Seoul die zweit­größte Stadt Koreas. Neben zwei Sand­stränden gibt es mehrere Häfen und einen berühmten Fisch­markt.

Der Fisch ist hier wirk­lich sehr frisch (viele Fische leben noch), doch die Markt­stände sind etwas gewöhnungs­bedürftig und für die kleinen Lokale braucht man sicher einen guten, belast­baren Magen. Neben Fischen gab es auch Muscheln, Krabben und andere normale Meeres­früchte, aber auch eine Schild­kröte, deren Verzehr für langes Leben sorgen soll. Nach dem Besuch im Busan Aquarium am Vormittag war der Fisch­markt sozusagen das Kontrastprogramm.

 

Freizeitpark

Ein anderes Wochen­ende war ich mit Kollegen im Freizeit­park Everland. Es befindet sich ca. eine Stunde von Seoul entfernt in den Bergen, sodass wir beim Anstehen herbst­liches Laub in bunten Farben betrach­ten konnten. Neben den üblichen Fahr­geschäften und einer großen Schiffs­schaukel gab es auch eine Holz­achter­bahn mit einer Steigung von bis zu 80% - meine neue Lieblings­achterbahn. Herbst­lich wird es allmäh­lich auch in Seoul. Die Höchst­tempera­turen liegen nun bei 15 Grad – im Gegensatz zu Deutsch­land ist hier der erste Schnee also noch in weiter Ferne. Morgen wird bereits mein letzter Arbeits­tag in Korea sein, bevor es über­morgen wieder zurück nach Hannover geht.

Diese Auslands­stage in Korea und in Japan waren eine beson­dere Erfahrung für mich. Insbe­sondere bei der L&H Korea habe ich viel gelernt und wurde sehr gut aufge­nommen. Beides habe ich sicher­lich besonders meinen lieben Kollegen/innen zu verdanken. Auch wenn ich Vieles aus Seoul vermissen werde, freue ich mich schon sehr auf meine Rück­kehr und sehe meiner Abreise mit einem weinenden und einem lachenden Auge entgegen.

Viele Grüße aus Seoul!

Mariko Wassy

 

Halbzeit in Korea