Wenn ich von meiner gesamten Aufent­halts­dauer in Asien die Mini-Stage bei der L&H Japan heraus­rechne, so bin ich überrascht, dass nun die 1. Halbzeit vorüber ist. Ich kann mittler­weile vielen Namen auf dem Stadt­plan Bilder und Erinne­rungen zuordnen und einfache korea­nische Sätze verstehen. Dennoch gibt es natür­lich noch viel zu ent­decken und zu lernen.

Park

Ich stelle auch immer wieder fest, dass Seoul eine Stadt mit sehr vielen unter­schied­lichen Facetten ist. Jeder Bezirk hat seinen eigenen speziellen Charakter, und innerhalb von wenigen hundert Metern kann sich das Stadt­bild komplett verändern.

In meinen ersten Bericht hatte ich ein Bild von Hoch­häusern einge­fügt, die direkt neben dem Büro­gebäude sind. Doch auch diese Palast­anlage liegt in direkter Nachbar­schaft des Büros – man sieht sogar das Büro­gebäude im Hinter­grund (dritte Gebäude von links).

 

Namdaemun

Beein­druckend ist auch der Namdaemun- Markt. In der Nähe des Namdaemun (das südliche Stadttor der ehe­maligen Stadt) haben sich zahl­reiche kleine Stände ange­siedelt. Hier wird in engen kleinen Gassen alles Mögliche verkauft. Es gibt Gürtel, mehr oder weniger echte Marken­kleidung, Souvenirs, aber auch mari­nierte Schweine­füße und diverse andere gegrillte Snacks. Preis­schilder dienen hier nur zur Orien­tierung - der endgül­tige Preis ist Verhand­lungs­sache.

Nur einen Kilo­meter weiter befindet man sich auf einem Berg, der mitten aus der Stadt ragt und damit rundherum einen einmaligen Ausblick auf Seoul bietet. Auf diesem Berg gibt es einen Turm mit Restau­rants und einer sehr beliebten Seilbahn­station. Außerdem ist an diesem N-Tower eine weitere Platt­form. Am Zaun dieser Platt­form können Paare Schlösser anbringen, sodass mich dieser Ort sehr an die Hohen­zollern­brücke in Köln erinnert.

 

bunt

Auf den vorher­gegangenen Bildern sah man zum Teil noch einen sommer­lichen, bewölkten Himmel. Doch mittler­weile geht es hier in den Herbst über, sodass nun vom klaren, wolken­freien Himmel bei 25 Grad die Sonne scheint, was gerade beim Spazier­gang in der Mittags­pause mit einem Kaffee in der Hand für gute Laune sorgt. Besonders gerne laufe ich mit den Kollegen am nahe­gelegenen Cheong­gyecheon entlang. Das ist ein kleiner Fluss, der lange Zeit unter Beton­platten versteckt wurde und nahezu ausge­trocknet war. Maskottchen Vor einigen Jahren wurde der Fluss­lauf restau­riert und ein künst­licher Wasser­fall gebaut, der die neue Quelle bildet. An diesem Wasser­fall gibt es auch eine muschel­artige Statue (ich nehme an, es ist Kunst) und eine moderne Inter­pretation des Stadt­maskottchens. Es nennt sich Haechi und ist ein Fabel­wesen – ein Feuer­hund mit Flügeln, der die Stadt vor Unheil schützt.

Die Arbeit macht mir nach wie vor großen Spaß und die Kollegen sind wirklich unglaub­lich nett. Egal, ob ich Fragen (das Koreanische oder auch die Arbeit betreffend) habe oder andere Belange - sie sind immer für mich da. Sie zeigen mir, wie man in Seoul lebt oder wo man essen geht. Wir waren zusammen im Kino und auf einem etwas nörd­licher gelegenen Berg wandern, worüber ich mich sehr gefreut habe. Es sind weitere Aktivi­täten geplant, sodass sicher noch viel passieren wird. Ich bin sehr gespannt, was mich in den verblei­benden fünf Wochen erwartet!

Viele Grüße aus Seoul!

Mariko Wassy

 

Aufenthalt in Japan

Auf Wiedersehen