Nachdem ich eine Woche in Seoul, einer neuen und spannen­den Welt, verbracht habe, war ich nun doch ein wenig erleich­tert, nach einem kurzen Flug im mir als Halb­japanerin bereits vertrau­ten Japan ange­kommen zu sein. Den Speise­karten konnte ich Gerichte zuordnen, und auch die Kommuni­kation mit dem Bus­fahrer lief wieder einwand­frei.

Das Hotel liegt sehr zentral in der Nähe des Kaiser­palastes, sodass ich aus meinem Fenster gleich­zeitig Jogger, die der Hitze trotzten, und eine atem­beraubende Skyline betrach­ten konnte.

Nacht Tag

 

Nach meiner Ankunft wurde ich auch hier sehr freund­lich aufge­nommen. Das Büro in Japan scheint (wie auch das Büro in Korea) sehr still zu sein. Ausge­tauscht wird sich via E-Mail - bis der Chef außer Haus zu tun hat! Dann wird disku­tiert, gefragt und telefo­niert, sodass man von der Arbeit der Kollegen ein wenig mehr mit­bekommt und vor allen Dingen die Kollegen kennen lernt. Sie sind alle sehr nett und zuvor­kommend. Büro Japan Besonders hilfreich ist natür­lich, dass ich nun zuordnen kann, wer für welche Auf­gaben der richtige Ansprech­partner ist und wem ich in Zukunft E-Mails schreiben kann.

Das Büro selbst besteht aus einem großen Raum, in dem sowohl das Life- (5 Personen), wie auch Non-Life-Team (4 Personen + Assistant) sitzen. Es gibt ein extra Chef­büro, doch das steht leer, denn alle sitzen gemein­sam an zwei Tisch­blöcken. Hinzu kommen ein Besprechungs­raum, eine Sitz­ecke und eine winzige Tee­küche.

 

Essen

Die meiste Zeit habe ich natür­lich hier in diesem Büro verbracht, doch auch zu Erst­versiche­rungen wurde ich mit­genommen. Für mich waren diese Besuche eine neue, wichtige Erfah­rung und ein weiterer Ein­blick in die Welt der Rück­versicherung. Selbst nach Feier­abend wurde ich bestens versorgt.

So war ich neben den offi­ziellen Will­kommens- / Abschieds­essen fast jeden Abend mit ein, zwei Kollegen unterwegs. Beim Will­kommens­essen führte mich das gesamte Life-Team zum Sushi-Essen aus.

 

Kollegen Japan

Ich hatte mir ein paar Stück­chen für Jeden auf einem Brett­chen vor­gestellt, doch da hatte ich weit gefehlt. Der Kellner brachte einen riesigen Teller mit 100 Sushi! Auch geschmack­lich können im Vergleich zu diesem Teller die deutschen Sushi-Häpp­chen wieder zurück ins Meer kriechen. Während des Essens gab es zahl­reiche Vor­schläge der Kolle­ginnen und Kollegen von Lass uns Shochu trinken über Komm zum CRM-Meeting bis Lass dich einfach nach Japan versetzen. Ich weiß, dass manche mehr, die meisten weniger ernst zu nehmen sind, doch sie zeigen mir, dass ich gut von den Kollegen auf­genommen worden sein muss, und darüber freue ich mich sehr.

 

In diesen zwei Wochen in Japan habe ich viel Neues gelernt. Ich habe mich mit einigen der japa­nischen Verträge beschäf­tigt und Prämien­kalku­lationen gemacht. Die Zeit verging wie im Flug und erschien mir viel zu kurz! Ich werde Tokyo mit Sicher­heit vermissen, doch nach zwei kleineren und einem etwas größeren Erd­beben denke ich, dass es auch seine Vor­teile hat, wieder auf dem Fest­land zu sein. Ich habe mich im Büro sehr wohl gefühlt und freue mich bereits auf das nächste Wieder­sehen mit den Kollegen.

Viele Grüße!

Mariko Wassy

 

Die erste Woche

Halbzeit in Korea