So schnell vergeht die Zeit! Die erste Woche in Seoul ist bereits vorbei.

Ich habe mich gut an die Hitze gewöhnt (nach einem Gewitter am Wochen­ende ist es jedoch auch kühler geworden) und zucke meist auch nicht mehr vor Schreck zusammen, wenn mich ein voll bepacktes Motor­rad auf dem schmalen Bürger­steig über­holt. Statt­dessen gehe ich auf dem Gehweg so nah wie mög­lich an den Häusern vorbei, damit sie mich gut umfahren können.

 

Markt

Der typische Tag, soweit man das nach einer Woche sagen kann, beginnt mit dem Weg zur U-Bahn, auf dem ich an einem der tradi­tionellen Fisch­märkte vorbei­komme. Der Fisch, der hier verkauft wird, ist für Privat­haushalte und bereits getrocknet. Kurz danach kommt die U-Bahn. Während der Haupt­verkehrs­zeiten kommt eine Bahn nach der anderen, sodass ich mir über die Fahrzeiten keine Gedanken mache. Worüber ich mir aller­dings Gedanken mache, ist das Folgende: Überall stehen in der sehr tief unter der Erde gelegenen U-Bahn Schränke mit Gas­masken. Wogegen sie genau schützen sollen, weiß ich zwar nicht, doch sie erinnern mich jeden Morgen daran, dass sich Nord- und Süd­korea nur im Waffen­still­stand befinden.

 

Uhren

Im Büro angekommen, schaue ich von meinem Platz aus direkt auf drei Uhren (für die Zeit in Seoul, Hong Kong und Hannover) und stelle fest, dass in Hannover nun alle ins Bett gegangen und am Schlafen sein müssten. Mittags sind viele Kollegen mit Kunden verabredet, doch bisher gab es immer ein Grüppchen, das essen gegangen ist und dem ich mich anschlie­ßen konnte. Es gibt zahl­reiche Restau­rants in der Umgebung, sodass es an Abwechs­lung nicht mangelt. Auch abends kam bei mir noch nie Lange­weile auf, da sich alle sehr, sehr gut um mich kümmern.

 

Office

Ich habe mich erstaun­lich schnell an die Stadt gewöhnt und fühle mich auch im Büro sehr wohl. Die Arbeit macht mir viel Spaß und ich habe das Gefühl, jeder­zeit meine Kollegen bei Fragen, aber auch allen anderen Sorgen um Hilfe bitten zu können. Ich freue mich sehr, in zwei Wochen wieder zurück­zukommen, aber freue mich auch auf meinen Aufent­halt in Tokyo, der nun beginnt!

Viele Grüße!

Mariko Wassy

 

Ankunft in Seoul

Aufenthalt in Japan