Um Kunden langfristig Rückversicherungsschutz bieten zu können und um die ökonomische Stabilität des Unternehmens dauerhaft zu gewährleisten, ist es unerlässlich, vorausschauend durch Risiken zu navigieren und dabei alle relevanten Faktoren, seien sie ökonomischer, ökologischer und sozialer Natur, zu berücksichtigen. Entsprechend ausgeprägt ist die Expertise der Hannover Rück zur adäquaten Bewertung von Risiken. Elementar für die Übernahme von Risiken sind die Vorgaben und Entscheidungen des Vorstands zum Risikoappetit des Hannover Rück-Konzerns. Diese basieren auf den Berechnungen der Risikotragfähigkeit der Gesellschaft. Ein aktives Risikomanagementsystem ermöglicht jederzeit einen transparenten Überblick über die aktuelle Risikosituation. Die Risikolandschaft der Hannover Rück umfasst folgende Risiken:

  • versicherungstechnische Risiken der Schaden- und Personen-Rückversicherung,
  • Marktrisiken,
  • Forderungsausfallrisiken,
  • Operationelle Risiken,
  • sonstige Risiken wie bspw. Reputations- und Liquiditätsrisiken sowie strategische und zukünftige Risiken.

In Bezug auf das Thema Nachhaltigkeit spielen zukünftige Risiken, sogenannte Emerging Risks, eine besondere Rolle, weil sich ihr Risikogehalt im Hinblick auf den Vertragsbestand noch nicht verlässlich beurteilen lässt. Diese werden von der internen Arbeitsgruppe der Hannover Rück "Emerging Risks & Scientific Affairs" identifiziert und beobachtet. Zu den Emerging Risks gehören u.a. Risiken in Zusammenhang mit Großstädten und Ballungsräumen sowie Risiken durch Pandemien oder aus dem Einsatz von Nanotechnologie und steigender Digitalisierung/Cyber-Kriminalität. Für ausgewählte Risiken werden Arbeitsgruppen gebildet, die mit spezifischen Analysemethoden arbeiten und Langzeitbeobachtungen durchführen.