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Bericht unserer Kolle­gin Anna Solodenko

Solodenko

Anna Solodenko, Underwriter und ehemalige Trainee

Mein künftiger Arbeitsplatz sollte vor allem zwei Bedingungen erfüllen: Er sollte ein internationales Umfeld und abwechslungsreiche Aufgaben bieten. Ich finde nichts schlimmer, als ständig an ein und demselben Schreibtisch zu sitzen und immer das Gleiche zu machen. Das andere Extrem, ein Leben im Flieger, wollte ich aber auch nicht. Mit der Hannover Rück habe ich meinen Wunscharbeitgeber gefunden. Als einer der größten Rückversicherer ist das Unternehmen auf dem gesamten Globus tätig. In Hannover arbeite ich mit Kollegen aus aller Welt zusammen. Mehrmals im Jahr bin ich auf Reisen.

Eine Freundin machte mich damals auf die Hannover Rück und deren Trainee-Programm aufmerksam. Auf der Unternehmenswebseite war zu lesen, dass Bewerber für das Trainee-Programm längere Zeit im Ausland studiert haben und mindestens zwei Fremdsprachen beherrschen sollten. Da ich während meines Studiums der Wirtschaftswissenschaften ein Jahr in Australien gewesen war und neben Englisch noch Spanisch, Russisch und Ukrainisch spreche, hat es gepasst. Bereits bei meinem ersten Vorstellungsgespräch in Hannover zeigte sich, wie international es am Hauptsitz zugeht. Mir kamen mehrere Mitarbeiter entgegen, die sich munter auf Spanisch, Englisch und in anderen Sprachen unterhielten.

Während des auf 18 Monate angelegten Trainee-Programms hatte ich die Gelegenheit, mehrere Sparten und Marktsegmente der Hannover Rück kennenzulernen. Zum Programm gehörten fünf Stationen in unterschiedlichen Fachbereichen. Während der sechsten und letzten Ausbildungsphase arbeitete ich jeweils sechs Wochen in Toronto und Kuala Lumpur. Die einzelnen Stationen dauerten etwa drei Monate, wobei die Trainees generell von Anfang an in das Tagesgeschäft einsteigen. Ergänzt wurde das Ganze durch Schulungen und Seminare.

Heute bin ich in einer Spezialabteilung beschäftigt, die sich mit Großrisiken für die Rückversicherung von beispielsweise Fabriken, Kraftwerken oder Sportstadien in den GUS-Staaten beschäftigt. Unsere Kunden sind Erstversicherer, die ihre Kunden gegen verschiedene Risiken wie Feuer oder Naturgewalten absichern und einen Teil des Risikos an uns weitergeben. Meine Aufgabe besteht in erster Linie darin, die Risiken einzuschätzen und die Konditionen auszuhandeln, zu denen wir uns beteiligen. Dazu ziehe ich je nach Projektanforderungen manchmal auch Spezialisten aus anderen Abteilungen zurate. Bei uns arbeiten zum Beispiel Ingenieure, Verfahrenstechniker, Ärzte oder Landwirte.

Hin und wieder besuche ich die Kunden. Dann tauschen wir uns über die Entwicklung in unseren Unternehmen aus und besprechen aktuelle Projekte. In unserem Geschäft geht es nicht nur um Zahlen, der menschliche Faktor ist genauso wichtig. Und dafür muss man die Gepflogenheiten in den jeweiligen Märkten kennen. Meine Kunden in Russland oder der Ukraine zum Beispiel sind im Geschäftsleben zunächst viel reservierter als Westeuropäer. Das Pokerface gehört dazu, gelächelt wird am Anfang kaum. Wer das nicht weiß, ist von diesem Verhalten irritiert. Mich auf unterschiedliche Kulturen einzustellen, ist für mich eine der spannendsten Facetten meines Jobs.

Dass ich gut zwei Jahre nach meinem Einstieg bereits ein eigenes Portefeuille managen durfte, gehört zur Philosophie der Hannover Rück. Mitarbeiter lernen hier früh Verantwortung zu übernehmen. Mittlerweile leite ich ein Referat mit drei Mitarbeitern. Noch heute profitiere ich von meinem Netzwerk, das ich als Trainee aufgebaut habe. Ich kann so manches auf dem kurzen Dienstweg regeln, weil ich die Kollegen in vielen Abteilungen aus meiner Traineezeit kenne. Hier macht sich auch bezahlt, dass die meisten Mitarbeiter sehr lange im Unternehmen bleiben.

Bevor ich bei der Hannover Rück anfing, hätte ich nie gedacht, dass die Aufgaben in der Rückversicherung so vielfältig sein könnten. Es dürfte auch nur wenige Branchen geben, in denen es derart international zugeht. Ich schätze auch unsere tolle Arbeitsatmosphäre – viele meiner Kollegen sind zu Freunden geworden. Keine Frage: Ich habe meinen Traumjob gefunden.