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Vorläufiges Ergebnis 1997: Drittes Rekordergebnis erwartet

  • Drittes Rekordergebnis in Folge
  • Fünfte Dividendenerhöhung in Folge

Frankfurt, 4. Juni 1998:

Mit einem um 12,9 % auf 122 Mio. DM gestiegenen Jahresüberschuss erwartet der Hannover Rück-Konzern das dritte Rekordergebnis in Folge. Dies teilte der Vorstandsvorsitzende Wilhelm Zeller in einem Pressegespräch in Frankfurt mit.

Den noch vorläufigen Zahlen zufolge stiegen die Bruttoprämien im Konzern um fast 25 % auf rund 8 Mrd. DM. Zu dem außergewöhnlichen Wachstum hätten, so Zeller, insbesondere die strategisch priorisierten Bereiche beigetragen. Dies sei zum einen die Personen-Rückversicherung mit einem Wachstum von fast 90 % und die Finanz-Rückversicherung mit über 18 %. Entscheidend zum Ausbau dieser Geschäftsfelder habe der Erwerb ausgesuchter Geschäftssegmente der Skandia International Insurance Company, Stockholm, beigetragen: Rund 570 Mio. DM (knapp 9 %) des Bruttoprämienwachstums im Konzern seien auf diese Akquisition zurückzuführen. Weiterhin positiv beeinflußt sei das Wachstum durch die Stärke einiger bedeutsamer Fremdwährungen im Verhältnis zur D-Mark. So hätten die Währungseinflüsse einen Anteil am Gesamtwachstum von ca. 6,5 %.

Wie bereits im Vorjahr habe sich der Schadenverlauf ausnehmend günstig dargestellt. Im Naturgefahrenbereich könne von einer Halbierung der Belastungen für die internationale Versicherungswirtschaft ausgegangen werden. Nach derzeitigen Erkenntnissen sei auch in fast allen anderen Bereichen der Schadenanfall günstig.

Das versicherungstechnische Ergebnis werde sich zwar um 174 Mio. DM verschlechtern. Dies entspräche aber nahezu exakt dem Belastungseffekt durch den Provisionsaufwand aus dem Erwerb des Skandia-Portefeuilles. Um diesen Effekt bereinigt, konnte damit trotz des insbesondere in der Schaden-Rückversicherung verschärften Wettbewerbs ein stabiles versicherungstechnisches Ergebnis erreicht werden.

Aufgrund der durchgängig positiven Entwicklungen auf den internationalen Kapitalmärkten wurde - nach dem Rekordergebnis des letzten Jahres - abermals ein herausragendes Kapitalanlageergebnis erzielt. Es habe erstmals die Marke von 1 Mrd. DM übertroffen (+21 %). Die Kapitalanlagen selbst seien um knapp 2,7 Mrd. DM (17 %) auf gut 18 Mrd. DM gestiegen.

Der Jahresüberschuß der Hannover Rück AG werde nach derzeitigem Stand mit ca. 83 Mio. DM um knapp 11 % höher ausfallen als im Vorjahr. Gemäß der für die Aktionäre unter anderem auch steuerlich sehr vorteilhaften Dividendenpolitik werde jeweils der gesamte Jahresüberschuß ausgeschüttet. Damit erhöhe die Gesellschaft zum fünften Mal in Folge ihre Dividende. Mit der sich für 1997 abzeichnenden Bruttoauschüttung von knapp 95 Mio. DM (einschließlich Körperschaftssteuergutschrift) sei man dem erklärten Ziel, im Jahr 2000 eine Bruttodividende von 100 Mio. DM zu erwirtschaften, bereits sehr nahe gekommen.

Wie Zeller weiter erklärte, habe die Hinwendung zu einer klar definierten und kommunizierten, aktionärsorientierten Wachstumspolitik vor dem Hintergrund allgemein günstiger Aktienmärkte dazu geführt, daß die Hannover Rück-Aktie sich äußerst erfreulich entwickelt habe. Allein im Jahr 1997 sei der Aktienkurs um 139 % gestiegen. Damit habe die Aktie alle relevanten Indizes weit hinter sich gelassen. Nach einer Analyse der amerikanischen Investmentbank Salomon Smith Barney zur Kursentwicklung der wichtigsten Versicherungswerte aus ganz Europa belege Hannover Rück mit großem Abstand den 1. Platz. Die angesehene englische Fachzeitschrift Reactions bewertete Hannover Rück darüberhinaus als "the 1997 best performing reinsurance stock in the world". Der Börsenwert der Gesellschaft stelle sich per Ende 1997 auf fast 5 Mrd. DM gegenüber 2,05 Mrd. DM per Ultimo 1996. Auch in den ersten fünf Monaten dieses Jahres seien der Aktienkurs und damit die Börsenkapitalisierung bereits wieder um über 20 % gestiegen.