Moody's Rating für die Hannover Rück
Hannover, 25. März 2003:
Die Ratingagentur Moody's Investors Service, Inc. hat heute bekannt gegeben, dass sie das "Insurance-Financial-Strength"-Rating für die Hannover Rück von "A2" auf "Baa1" - bei einem "negative outlook" - herabgesetzt hat. Als Begründung gibt Moody's u. a. an, dass sich die Forderungen der Hannover Rück gegenüber ihren Retrozessionären auf relativ hohem Niveau bewegten und damit einen erheblichen Risikofaktor darstellten.
Wie die Hannover Rück in einer Pressemitteilung erklärte, stellen ihre Retrozessionsforderungen tatsächlich kein nennenswertes Risiko für das Unternehmen dar. Dies haben auch die bisherigen Erfahrungen bewiesen. Darüber hinaus wird die Werthaltigkeit der Retrozessionsforderungen genauestens analysiert. 89 % der Forderungen bestehen gegenüber Gesellschaften, die von Standard & Poor's mit "A" oder besser geratet wurden, so dass hier ein Ausfall äußerst unwahrscheinlich ist. Nach Einschätzung der Hannover Rück reflektiert die äußerst pessimistische Sichtweise von Moody's offenbar deren negative Haltung gegenüber der gesamten Versicherungswirtschaft. Ferner ist zu betonen, dass das relativ schwache Rating von Moody's nicht nur wesentlich von der Einschätzung der anderen führenden Ratingagenturen abweicht, es basiert auch auf einem völlig anderen Informations- und Kenntnisstand.
Die zwei führenden Ratingagenturen für die weltweite Erst- und Rückversicherungswirtschaft, Standard & Poor's und A.M. Best, haben Hannover Rück über einen Zeitraum von mehr als zehn Jahren das jeweils zweithöchste Rating AA ("Very Strong") bzw. A+ ("Superior") zuerkannt.
Diese Ratings haben in all den Jahren auf ausführlichen Informationen basiert; sie stellen ein sogenanntes "Interactive Rating" dar, erklärte das Unternehmen. Sowohl Vorstand als auch das erweiterte Management der Hannover Rück geben beiden Agenturen detaillierten Einblick in die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und stellen dabei üblicherweise auch vertrauliche Informationen zur Verfügung, wie z. B. Geschäftspläne, strategische Ziele und Erwartungen über zukünftige Entwicklungen, insbesondere über die überdurchschnittlich hohe Qualität der Schaden- und anderer Rückstellungen. Dieser intensive Einblick ist zusammen mit den öffentlich verfügbaren Informationen die fundierte Basis zur Beurteilung der finanziellen Stärke, Profitabilität und Marktposition der Hannover Rück durch Standard & Poor's und A.M. Best gewesen.
Das Urteil von Moody's basiert demgegenüber allein auf öffentlich verfügbaren Informationen und quantitativen Feststellungen; weitergehende Zusatzinformationen des Managements liegen Moody's nicht vor. Demzufolge ist diese Beurteilung weit weniger fundiert als die Ratings durch Standard & Poor's und A.M. Best.