Erläuterungen (Notes)
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
1. Brutto/Netto
Bruttopositionen stellen die jeweilige Summe aus der Übernahme von Erst- oder Rückversicherungsverträgen dar, Retropositionen die Summe der eigenen Rückversicherungsabgaben.
Die Differenz bildet die Nettoposition (Brutto-Retro=Netto, auch: für eigene Rechnung).
2. Operatives Ergebnis (EBIT)
Die Ertragskennzahl „EBIT" (Earnings Before Interest and Taxes) ist eine international gebräuchliche Messgröße für die operative Ertragskraft eines Unternehmens. Sie wird berechnet aus Jahresergebnis vor Zinsen, Ertragssteuern und Minderheitsanteilen. Sie stellt dar, wie viel Gewinn die Gesellschaft erwirtschaftet, um Zinsen, Steuern und Dividenden bezahlen zu können.
Erläuterungen zur Bilanz
3. Haftendes Kapital
Der Anteil des Kapitals, der den Kapitalgebern nach Abzug aller Verbindlichkeiten zuzurechnen ist.
Eigenkapital: Besteht aus gezeichnetem Kapital, Kapitalrücklagen und Gewinnrücklagen, die den Aktionären des Unternehmens gehören.
Minderheitsanteile: Anteile fremder Gesellschafter am Eigenkapital bzw. am Periodenerfolg eines Unternehmens. Diese entstehen, wenn ein konsolidiertes Tochterunternehmen nicht zu 100 Prozent zum Konzern gehört.
Hybridkapital: Nachrangiges Kapital, das im Wesentlichen Genussscheine und sonstige nachrangige Verbindlichkeiten umfasst.
Wichtige Bewertungskennzahlen
4. EBIT-Rendite
Operatives Ergebnis (EBIT)/Verdiente Nettorprämie.
5. Eigenkapital-Rendite
Konzernergebnis nach Steuern zum gewichteten Eigenkapital. Inklusive Einmaleffekt aus der Akquisition des ING-Portefeuilles (2009).
Dieser Wert ist besonders für die Investoren interessant, da er die Rendite auf das von ihnen investierte Kapital anzeigt.
6. Großschäden in Prozent der verdienten Nettoprämie
Naturkatastrophen und sonstige Großschäden über 10 Mio. EUR brutto für den Anteil des Hannover Rück-Konzerns.
7. Kombinierte Schaden-/Kostenquote
Inklusive Depotzinsen.
Sind Schaden-/Kostenquote addiert (kombinierte Schaden-Kostenquote) unter 100 %, hat der Rückversicherer aus dem Versicherungsgeschäft (ohne Kapitalanlagen) einen Gewinn erwirtschaftet.
Kennzahlen rund um die Aktie
8. Börsennotierung
ISIN: DE0008402215; WKN: 840221; Börsenkürzel: Bloomberg = HNR1, Thomson Reuters = HNRGn, ADR = HVRRY.
9. Ergebnis je Aktie
Konzernergebnis dividiert durch die gewichtete Anzahl der Aktien.
Häufig werden Planziele für ein Quartal bzw. ein Geschäftsjahr an einem bestimmten Gewinn je Aktie festgemacht. Gerade bei der amerikanischen Berichterstattung wird dieser Kennzahl die größte Aufmerksamkeit geschenkt.
10. Buchwert je Aktie
Eigenkapital dividiert durch die Anzahl der Aktien.
Ist ein guter Hinweis auf die Substanz eines Unternehmens.
11. Preis-Buchwert-Verhältnis
Aktueller Aktienkurs im Verhältnis zum Buchwert je Aktie.
Gibt einen ersten Eindruck, ob eine Aktie billig (<1) oder teuer (>2) ist.
12. Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV)
Aktueller Aktienkurs im Verhältnis zum Ergebnis je Aktie (im laufenden Jahr geteilt durch das von Analysten erwartete Ergebnis je Aktie).
Gibt eine genauere Indikation, ob eine Aktie billig (<10) oder teuer (>20) ist.
13. Aktienperformance (Kursentwicklung einschließlich Dividende)
Aktienkursentwicklung im Vergleich zu unserer internen Benchmark, dem RBS Global Reinsurance Index.
Die Performance ist die Wertentwicklung der Aktien in einer Periode inklusive Dividende, wobei sämtliche Erträge wieder angelegt werden. Die Wiederanlage bewirkt einen Zinseszins-Effekt, der das Gesamtresultat der Anlage positiv beeinflusst.
14. Marktkapitalisierung
Aktueller Aktienkurs multipliziert mit der Anzahl der Aktien.
Die Entwicklung der Marktkapitalisierung (Markt- oder Börsenwert) spiegelt die Wertschöpfung eines Unternehmens wider.
15. Dividende
Die Dividende ist der Gewinn, der anteilig für eine Aktie von der Aktiengesellschaft ausgeschüttet wird. Die Dividende entspricht nicht dem Gesamtgewinn einer AG, da der Ausschüttungsbetrag vor der Auszahlung durch Rückstellungen o.ä. reduziert wird. Über die Dividendenhöhe und ihre Auszahlung entscheidet die Hauptversammlung des Unternehmens. Während in England und den USA die Dividende auch quartalsweise ausgezahlt wird, wird sie in Deutschland jährlich ausgeschüttet.