Das Rückversicherungs-Geschäft
Rückversicherung – das Prinzip der Risikostreuung
Rückversicherung ist die „Versicherung der Versicherungen", also eine „Versicherung der zweiten Stufe". Das Risiko, durch Zahlungen für Großschäden bedrohliche Verluste zu erleiden, hat bei den „Erst"-Versicherungsgesellschaften schon sehr früh zu einem Bedürfnis nach „Rück"-Versicherung geführt. Die ältesten bekannten Rückversicherungsverträge gehen auf das 14. Jahrhundert zurück.
Inzwischen hat sich die internationale Rückversicherung zu einer hochspezialisierten Finanzdienstleistung entwickelt. Große Einzelrisiken und Risiken aus Naturgefahren werden über den gesamten Globus verteilt, um das Verlustpotenzial für ein einzelnes Unternehmen zu minimieren. Die Rückversicherer ihrerseits verteilen über sogenannte Retrozessionen übernommene Großrisiken auf andere Rückversicherer.
Hochspezialisierte Produkte und Service
Neben dem traditionellen Schaden- und Personen-Rückversicherungsgeschäft werden junge Versicherungsgesellschaften beim kostenintensiven Aufbau von Neugeschäft unterstützt. Das Streben von (insbesondere börsennotierten) Versicherungsgesellschaften nach bilanzieller Kontinuität wird teilweise ebenfalls über die Rückversicherung realisiert. Eine weitere Aufgabe der Rückversicherer besteht darin, Erstversicherer zu beraten, zum Beispiel im Hinblick auf Risikobeurteilung, Preisfindung oder Entwicklung neuer Versicherungsprodukte.
Rückversicherungsspezialisten
Da Vertragsbedingungen individuell ausgehandelt werden, haben Rückversicherer eine sehr hohe Expertise in der adäquaten Risikobewertung entwickelt. Dazu benötigen sie Fachleute aus den unterschiedlichsten Bereichen. Heute arbeiten nicht nur Versicherungsspezialisten, sondern auch Mathematiker, Meteorologen, Mediziner, Ingenieure und andere Spezialisten in der Rückversicherung.
Durch das Angebot hochentwickelter – im Detail häufig sehr komplexer – Leistungen ist die Hannover Rück heute eine der führenden Rückversicherungsgruppen der Welt.
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